Shipi, wie geits?

Erschienen auf kulturteil.ch am 29.05.2017
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Bilder: Ingo Höhn

Theaterpavillon, Luzern, 28.05.2017: Jugendliche aus der Schweiz und aus dem Kosovo bespielen mit «Schatzi, a je mirë?» (dt.: Schatzi, wie geht es dir?) die Bühne des Theaterpavillons und sorgen für ein musikalisches Schauspielerlebnis. Weiterlesen

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Heimat: Was wotsch mache?

Erschienen auf kulturteil.ch am 25.11.2016
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Bilder: David Röthlisberger

Box des Luzerner Theaters, 24.11.2016: «Man bleibt, wo man hingehört, und wer nicht bleiben kann, gehört halt nirgends hin oder eine arglose Beisetzung» ist eine Wortlawine, die über den Zuschauer rollt. Es sind Massen aus zusammengesetzten Buchstaben, die sich ohne Vorankündigung lösen und vielstimmig bis wirr um den Begriff der Heimat den Berg herunterrollen. Weiterlesen

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Supervisor und Sharing-Ökonomie

Eine vertiefende Seminararbeit, ETHZ Mai 2016, unveröffentlicht
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Computer und Fernando J. Corbato, anfangs der sechziger Jahre. Unsichtbar zwischen Mensch und Maschine: Der Supervisor.

„What we have is […] one master program, which I call supervisor,
and this is the program, that is going to run everything.“ (Fernando J. Corbato)

Anfangs der 1960er Jahre wird am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) an einem „experimental time-sharing system“ gearbeitet, von dem man sich erhoffte, simultan auf einem Grossrechner rechnen zu können. Dabei von zentraler Bedeutung: der Supervisor (vgl. Corbato et al. 1962). Zur gleichen Zeit wird an der University of Manchester am Atlas Computer getüftelt. Auch hier steht der Supervisor im Zentrum: „All the activities of the system are controlled by a program called supervisor.“ (Kilburn et al. 1962) Weiterlesen

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Mama. Bums. Unterhaltung.

Erschienen auf kulturteil.ch und zentralplus.ch, 8. März 2016
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Das Theater Aeternam lässt Geschichten über das Menschsein aufpoppen. Bild: Savino Caruso

Südpol, 23.09.2016: Das Theater Aeternam, Luzerns fixer Stern am freien Theaterhimmel, schickt  «Einige Nachrichten an das All». Mit Klamauk und Tiefe bahnt sich das Stück vor ausverkauften Rängen einen Weg durch die Fragen des Menschseins und vermittelt den Zuschauern dabei im Vorbeigehen das flüchtige Gefühl des Glücks, bei der Premiere mit dabei gewesen zu sein. Weiterlesen

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feriengedanken

unveröffentlicht
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sich ein bild von sich selbst machen.

 

denkende ich-erzähler – bernhard und sebald –, mal ausufernd zynisch, mal versöhnlich ausgewogen. gedankenschwall vs. strukturierte erinnerung. ich liege im garten, lausche, suche gedanken, die meinen kugelschreiber über das papier gleiten lassen, blicke nach vorne, zum umgekippten feigenbaum, lasse mich von kötern ablenken, die tagein tagaus bellen, was ihnen, die in zwingern eingekerkert leben, kaum vorzuwerfen ist, schweife meinen blick nach rechts zu den olivenbäumen, höre möven gurren und wind rauschen, denke, dass es sich so leben lässt. am morgen ein sprung ins meer, danach essen, lesen, schreiben (falls es denn passiert) reden, trinken, essen, dahinleben in einer fast internetfreien zone, kommunikation und aufmerksamkeit reduziert, auf sich zurückgeworfen, ohne meine zeit mit newsfeeds zu vertreiben, denke ich, und werde es, kaum zu hause, doch kaum lassen können. Weiterlesen

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Zu Besuch bei der alten Dame

Erschienen in die perspektive, 31. Oktober 2014; Siebenmilliarden<, April 2016
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„Etwas Mundgeruch hat sie, das merkt man, wenn man ihr näher kommt.“ Illustration: Anais Wiedenhöfer

Bist du einmal hier gewesen / behalten wir Dein Wesen / Komm wieder in unsere Gemächer / und trinke aus unserem Becher / Wir sorgen für dein Wohl / nur treibe es nicht zu doll.
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Immaterialevant

Ein Essay zum Seminar „Kopf- und Handarbeit. Eine Wissensgeschichte der Wissensgesellschaft“

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„Alles so irrelevant. Gfeggt werd ja nume mi Verstand.“
(Moskito, Luftloch)

Dringend ist eine Frage dann, wenn sie keinen Aufschub mehr duldet; also akut, unerlässlich und unumgänglich ist. Tatort Centre Pompidou, Paris: Wir schreiben das Jahr 1985. Jean-François Lyotard muss eine Frage auf der Zunge brennen, schon länger. Zwei Jahre lang arbeitete er als Kopf eines achtköpfigen Teams am Projekt, das nun unter dem Namen „Les Immatériaux“ ausgestellt wird und zum Ziel hat, Fragen über Identität und Selbstverständnis in einer sich rasant verändernden Gesellschaft zu stellen (vgl. Wunderlich 2008: 9). Weiterlesen

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Menschen sind keine Bremsspuren

Erschienen in 041–Das Kulturmagazin, Dezember 2015
"Das ist jetzt ein knorriger, eigensinniger Typ!" Neyerlin über Michael Fehr. Bild: Affolter/Savolainen

„Das ist jetzt ein knorriger, eigensinniger Typ!“ Neyerlin über Michael Fehr. Bild: Affolter/Savolainen

Viermal im Jahr verwickelt Roland Neyerlin im Kleintheater Persönlichkeiten in ein philosophisches Gespräch. Im Dezember hiess sein Gast Michael Fehr, dessen Text „Kurz vor der Erlösung“ fast zeitgleich ebenfalls im Kleintheater von den „Matterhorn Produktionen“ inszeniert wurde. Ein Gespräch über das Denken im öffentlichen Raum. Weiterlesen

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