Heimat: Was wotsch mache?

Erschienen auf kulturteil.ch am 25.11.2016. Box des Luzerner Theaters, 24.11.2016: «Man bleibt, wo man hingehört, und wer nicht bleiben kann, gehört halt nirgends hin oder eine arglose Beisetzung» ist eine Wortlawine, die über den Zuschauer rollt. Es sind Massen aus zusammengesetzten Buchstaben, die sich ohne Vorankündigung lösen und vielstimmig bis wirr um den Begriff der Heimat: Was wotsch mache? weiterlesen

Supervisor und Sharing-Ökonomie

Eine vertiefende Seminararbeit, ETHZ Mai 2016, unveröffentlicht. „What we have is […] one master program, which I call supervisor, and this is the program, that is going to run everything.“ (Fernando J. Corbato) Anfangs der 1960er Jahre wird am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) an einem „experimental time-sharing system“ gearbeitet, von dem man sich erhoffte, Supervisor und Sharing-Ökonomie weiterlesen

Mama. Bums. Unterhaltung.

Erschienen auf kulturteil.ch und zentralplus.ch, 8. März 2016. Südpol, 23.09.2016: Das Theater Aeternam, Luzerns fixer Stern am freien Theaterhimmel, schickt  «Einige Nachrichten an das All». Mit Klamauk und Tiefe bahnt sich das Stück vor ausverkauften Rängen einen Weg durch die Fragen des Menschseins und vermittelt den Zuschauern dabei im Vorbeigehen das flüchtige Gefühl des Glücks, bei der Mama. Bums. Unterhaltung. weiterlesen

feriengedanken

unveröffentlicht. denkende ich-erzähler – bernhard und sebald –, mal ausufernd zynisch, mal versöhnlich ausgewogen. gedankenschwall vs. strukturierte erinnerung. ich liege im garten, lausche, suche gedanken, die meinen kugelschreiber über das papier gleiten lassen, blicke nach vorne, zum umgekippten feigenbaum, lasse mich von kötern ablenken, die tagein tagaus bellen, was ihnen, die in zwingern eingekerkert leben, feriengedanken weiterlesen

Zu Besuch bei der alten Dame

Erschienen in die perspektive, 31. Oktober 2014; Siebenmilliarden<, April 2016 Bist du einmal hier gewesen / behalten wir Dein Wesen / Komm wieder in unsere Gemächer / und trinke aus unserem Becher / Wir sorgen für dein Wohl / nur treibe es nicht zu doll. Etwas abseits steht sie, die alte Dame, und scheint ganz stoisch auf das hektische, mitunter aggressionsgeschwängerte Zu Besuch bei der alten Dame weiterlesen

Immaterialevant

Ein Essay zum Seminar „Kopf- und Handarbeit. Eine Wissensgeschichte der Wissensgesellschaft“ „Alles so irrelevant. Gfeggt werd ja nume mi Verstand.“ (Moskito, Luftloch) Dringend ist eine Frage dann, wenn sie keinen Aufschub mehr duldet; also akut, unerlässlich und unumgänglich ist. Tatort Centre Pompidou, Paris: Wir schreiben das Jahr 1985. Jean-François Lyotard muss eine Frage auf der Zunge Immaterialevant weiterlesen

Menschen sind keine Bremsspuren

Erschienen in 041–Das Kulturmagazin, Dezember 2015 Viermal im Jahr verwickelt Roland Neyerlin im Kleintheater Persönlichkeiten in ein philosophisches Gespräch. Im Dezember hiess sein Gast Michael Fehr, dessen Text „Kurz vor der Erlösung“ fast zeitgleich ebenfalls im Kleintheater von den „Matterhorn Produktionen“ inszeniert wurde. Ein Gespräch über das Denken im öffentlichen Raum.