Nachruf auf den Autor oder die Zangengeburt des Zuschauers

Erschienen in der Luzerner Rundschau, 20.04.2013 Daniel Mezgers Schauspiel „Nachruf oder Jung sterben hat mich auch nicht besser gemacht“ wird zurzeit im UG des Luzerner Theaters uraufgeführt. Das Stück, in dem sich der Autor selber in das Reich des Todes schreibt, ist in gewisser Weise als Zangengeburt des Zuschauers zu deuten, der selber für die Geschichte Nachruf auf den Autor oder die Zangengeburt des Zuschauers weiterlesen

Johanna!

Erschienen in der Luzerner Rundschau, 29.03.2013 Das Ausrufezeichen steht nicht umsonst im Titel, es ist tatsächlich Programm. Johanna! greift den Stoff der Jeanne d’Arc auf und fordert damit dem Zuschauer im Luzerner Theater viel ab, gibt ihm aber noch mehr zurück. Johanna! von der Regisseurin Sabine Auf der Heyde ist kein Stück im klassischen Sinne, dafür Johanna! weiterlesen

„Die Idee schwebte in der Luft“

Erschienen in der Luzerner Rundschau, 29.03.2014 Christian „Chregu“ Wandeler ist das Epizentrum des Luzerner Fussballs. Ob als Fanarbeiter beim FCL, Mitinitiator des tschutti heftli oder der Alternativ Liga Luzern. Wir haben mit dem Fussballnarren gesprochen. Die Alternativ Liga Luzern (ALL) ist das jüngste Kind des Fussballverrückten Christian „Chregu“ Wandeler. Nur: davon weiss kaum jemand etwas. Kurz „Die Idee schwebte in der Luft“ weiterlesen

Stadtgesichter

Erschienen in der Luzerner Rundschau, 28.03.2014 Tomasz Trzebiatowski lebt seit knapp 14 Jahren in Luzern. Mit seinen zwei Fotografieprojekten „Lucerne Times“ und „Lucerne Faces“ porträtiert er Stadt und Menschen. Seit dem Jahr 2004 fotografiert Tomasz Trzebiatowski die Stadt Luzern und ihre Gesichter. Tomasz Trzebiatowski, ursprünglich aus Polen, ist vor knapp 14 Jahren der klassischen Musik wegen Stadtgesichter weiterlesen

Wie trauern im Temporausch?

 Erschienen in 041 Das Kulturmagazin, März 2014 Die 23-jährige Katja Brunner erhielt 2013 als jüngste Preisträgerin den Mülheimer Dramatikerpreis. In ihrem neuen, eigens fürs Luzerner Theater geschriebenen Stück, stellt sie unbequeme Fragen zur Vergänglichkeit des Seins. Der schwedische Journalist Stig Dagermann schrieb kurz vor seinem Tod 1954: «Das Bedürfnis des Menschen nach Trost ist unersättlich.» Am 21. Wie trauern im Temporausch? weiterlesen

Freiheit macht unglücklich

Erschienen in 041 Das Kulturmagazin, März 2014 Vier Geschwister leben zusammen in einer baufälligen Villa in einer Kleinstadt. Trotz materieller Sicherheit und guter Bildung scheitern sie alle hilflos am Leben. Das Stück «Villa Dolorosa» entstand frei nach Tschechows «Drei Schwestern». Irina liegt jeden Tag bis zwölf Uhr im Bett, dann steht sie auf und denkt nach, geistert durch Freiheit macht unglücklich weiterlesen

Über die Unmöglichkeit, gut zu sein

Erschienen in der Luzerner Rundschau, 21.01.2014 Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ läuft zurzeit im Luzerner Theater. Die Frage, ob man als guter Mensch im kapitalistischen System überleben kann, ist aktueller denn je. Wie gut sein, wo alles etwas kostet? Wie gut sein, wo wir nicht mehr wissen können, was wir mit einer Handlung Über die Unmöglichkeit, gut zu sein weiterlesen

Warum in die Ferne schweifen?

Erschienen in der Luzerner Rundschau, 8. Januar 2014 Denkt der homo helveticus an Ferien, schweifen seine Gedanken automatisch in die Ferne. Im Winter zum Skiurlaub ins Engadin, ins nah gelegene Ausland oder sogar nach Übersee: Je weiter weg von zu Hause, desto besser. Ruhe versprechen aber auch Ferien in der Nähe, zum Beispiel im Eigenthal. Warum in die Ferne schweifen? weiterlesen